Annika Nickel (Hrsg.)
Vom Wüstensand in den Schaukasten.
Eine Biographie der ägyptischen Sammlungen des Hessischen Landesmuseums Darmstadt, der Sammlung Nassauischer Altertümer in Wiesbaden und deren Sammler vom 19. bis ins frühe 20. Jahrhundert

SIK Sonderschriften — Band 3.1

Format: 18 x 26 cm — Softcover
Umfang: 374 Seiten, 186 meist farbige Abbildungen Inhalt / Content

ISBN: 978-3-935012-53-9
Preis: 52,00 €
© PeWe-Verlag 2022

 

Zwei bislang unveröffentlichte Sammlungen altägyptischer Objekte aus der Zeit des 19. und frühen 20. Jahrhunderts rücken in den Fokus dieses Werkes und sind Gegenstand eines Vergleichs. Es behandelt die Herkunft der Aegyptiaca und ihre Besitzerwechsel sowie die dadurch neu entstandene Historie der Fundstücke. Da es sich nicht nur um Wissenschaftler handelte, die nach Ägypten reisten, sondern auch um Touristen, die die Stücke auf dem lokalen Antikenmarkt erwarben, wird die Art der Aneignung der altägyptischen Objekte von einer neuen Seite beleuchtet. Neben Reiseberichten rückt auch die professionelle Fotografie in den Mittelpunkt, die eine bewusst „romantische“ Sichtweise der Europäer auf die einheimische Bevölkerung vortäuscht. Diese wird jedoch durch private Fotografien und die individuellen Vorlieben und Interessen für bestimmte Motive, aber auch durch die Reiseaufzeichnungen widerlegt.

Two previously unpublished collections of ancient Egyptian objects from the 19th and early 20th centuries are the focus of this work and the subject of comparison. It deals with the origin of the Aegyptiaca and their changes of ownership as well as the resulting new history of the finds. Since it was not only scholars who travelled to Egypt, but also tourists who acquired the pieces on the local antiquities market, the way in which the ancient Egyptian objects were appropriated is illuminated from a new point of view. In addition to travelogues, professional photography also comes into focus, feigning a deliberately „romantic“ view of the local population by the Europeans. However, this is refuted by private photographs and the individual preferences and interests for certain motifs, but also by the travel notes.